A-Camp 2007

selbstverständnis a-camp 2007*

*) Vorbereitungsgruppe a-camp 2007

Hinweis: Rechtschreibfehler können gesammelt und in dafür vorgesehenen Behältnissen entsorgt werden.

herrschaftsfreiheit leben

wir wollen anarchistische theorie und praxis miteinander verbinden und zusammen einen schöne zeit verbringen. das a-camp ist in diesem sinne kein urlaub, weil dieser begriff aus der trennung von arbeit und freizeit resultiert. dagegen wollen wir für die zeit des camps unser leben gemeinsam ohne zwänge gestalten, uns kennen lernen und die anarchistische therorie mit einer solidarischen praxis auffüllen: bei dingen des alltäglichen lebens ebenso, wie bei diskussionen oder workshops. uns ist bewusst, dass es sich dabei nur um relative herrschaftsfreiheit handeln kann, denn 1. tragen wir alle herrschaftsmechanismen in unseren köpfen und körpen mit uns herum und 2. ist das anarchistische camp eine räumlich und zeitlich begrenzte insel in einer von herrschaft bestimmten gesellschft. aber mit dieser insel schaffen wir uns gerade einen freiraum jenseits der alltäglichen gesellschaftlichen normalität und ermöglichen uns, unsere ideen vom herrschaftsfreien zusammenleben umzusetzen und weiter zu entwickeln. letztlich geht es nicht nur darum, auf dem camp möglichst herrschaftsfrei zu leben, sondern auch darum, so viel wie möglich in den alltag rüber zu retten.

grundkonsens ist, dass herrschaftsfreiheit mit sexistischen, rassistischen und patriarchalen verhaltensweisen nicht vereinbar ist. wir gehen davon aus, daß sich bei diskriminierungen alle auf dem camp aktiv einmischen und gemeinsam versuchen einen herrschaftsfreien raum zu schaffen. grundsätzlich soll sich mit herrschaftsverhältnissen und ihren auswirkungen in und um uns auseinandergesetzt werden.

wir als organisationsgruppe verstehen uns selbst als teil des camps. die vorbereitungsgruppe wird mit beginn des camps aufgelöst. also liegt es bei allen teilnehmenden, was funktioniert, spaß macht und wie weit wir unsere utopien umsetzen.

selbstorganisierte vielfalt

die letzten jahren gab es immer ein reichhaltiges angebot an workshops, vorbereitet von den teilnehmenden des camps. wir als vorbereitungsgruppe tragen lediglich die angekündigten workshops zusammen, besorgen küche, beamer etc. und versuchen einige leute und gruppen anzusprechen.

falls ihr ideen habt, was ihr organisieren wollt, geht auf die workshop-pinnwand!

letztendlich hängt also alles davon ab, was ihr macht und vorbereitet, also meldet euch zahlreich mit dingen, die ihr machen wollt. die gewohnte vielfalt des a-camps entsteht erst, wenn diejenigen, die zuhause sowieso zu irgend einem thema praktisch oder theoretisch arbeiten, einen workshop vorbereiten und anbieten.

gemeinsame organisation

die gemeinsame organisation des camps ist die aufgabe aller teilnehmenden. wir wollen zusammen das camp auf- und abbauen, camp + küchen-orga machen, kinder betreuen, enthinderung leben, essen besorgen, kochen, usw. es soll auch einen ort geben, an denen die erfahrungen und ergebnisse der workshops, diskussionen etc gesammelt und gezeigt werden können.